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Studien zur Schmerzakupunktur
Die wohl umfangreichsten Studien zur Akupunktur wurden in Deutschland im Herbst 2005 abgeschlossen (Gerac-Studien). Ziel war es, schulmedizinisch fundiert die Wirksamkeit von Akupunktur zu belegen oder zu widerlegen. Dabei wurden zahlreiche Patienten herkömmlich (ohne Akupunktur), mit sogenannter "echter" oder Verum-Akupunktur an bekannten Akupunkturpunkten oder mit "Schein-" der sogenannten Sham-Akupunktur (mit Nadeln an Nicht-Akupunkturpunkten) behandelt. Auf Basis der Ergenisse sollte eine Entscheidung getroffen werden über die Anerkennung von ärztlicher Akupunktur als Kassenleistung.
Die Ergebnisse waren:
- Akupunkturist bei den untersuchten Beschwerden signifikant wirksamer als herkömmliche Behandlungsansätze wie z.B. medikamentöse Behandlung von Migräne
- Die fachgerechte Anwendung der Akupunktur ist relativ risikolos.
- Die Ergebnisse der "echten" Akupunktur waren nur unwesentlich besser als die der "Schein"-Akupunktur.
- Als Folge wurden die Akupunktur für wirksam erklärt in Bezug auf die untersuchten Krankheitsbilder Migräne und Kniegelenksarthrose und wurde für diese Erkrankungen auch kassenärztliche Leistung.
Wie läßt es sich aber erklären, dass die Wirkung der echten Akupunktur nur unwesentlich größer war als die der Schein-Akupunktur?
- Um statistisch auswertbare Daten zu erhalten, musste die Akupunktur zu einem überwiegenden Teil standardisiert werden. Dies entspricht nicht den Regeln der Traditionellen Chinesischen Medizin, wonach Patienten immer aufgrund eines individuellen Befundes behandelt werden. Den Ärzten war für eine individuelle Behandlung nur ein sehr kleiner Spielraum gegeben. Höchstwahrscheinlich wäre eine individuelle Schmerzakupunktur erheblich effektiver gewesen.
- Behandelt wurde in Anlehnung an die heute übliche Akupunktur mit vielen Lokalpunkten. Dies entspricht gerade in der Schmerzbehandlung nicht den alten Prinzipien der Chinesischen Medizin. herkömmliche Schmerzakupunktur Balance-Verfahren
- Einige Ärzte, die an den Studien teilgenommen haben, haben zugegeben, dass Sie aus Rücksicht auf ihre leidenden Patienten echte Akupunktur anstatt der Schein-Akupunktur angewandt haben und es so zu Verfälschungen des Ergebnisses gekommen sei. Wie hoch die Dunkelziffer ist, läßt sich kaum schätzen.
Zusammenfassend kann man festhalten, dass sich die Akupunktur als besser wirksam als herkömmliche Behandlungen erwiesen hat. Durch die Anwendung der Balance-Methode lassen sich diese Ergebnisse noch optimieren.
Einen Link zu den Gerac-Studien finden Sie unter dem Menuepunkt Links.
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